Zwischenfazit der Kickers 2013
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23.09.13 | OFC GmbH | 0 Kommentare

Zwischenfazit der Kickers 2013

Der 10. Spieltag der Saison 2013 / 2014 ist gespielt. Für gewöhnlich schaue ich dann das erste Mal bewusst auf die Tabelle und bilde mir ein Urteil für die kommende Saison. Auch dieses Jahr möchte ich diesen Blick wagen und meine Einschätzung mit euch teilen.

Die Euphoriewelle der vergangenen Wochen ist vorbei. Ernüchterung ist eingekehrt. Ungeduld war sogar am vergangenen Samstag gegen den zweiten Aufsteiger Zweibrücken zu vernehmen. Schade, hat man sich wohlmöglich selbst um den verdienten Lohn gebracht?

Über 3.000 Dauerkarten wurden verkauft. Die ersten 5 Partien waren allesamt Heimspiele, zu mindestens gefühlt. Zur Eröffnung fuhren ca. 2500 Offenbacher nach Koblenz und feierten zugleich einen super Start in die neue Runde. Die Mannschaft überraschte alle. Hatte sie doch neben dem Kampf auch eine klasse Spielanlage.

Nach 10 Spieltagen, 5 Siegen, 1 Unentschieden und 4 Niederlagen sieht die Bilanz ein wenig anders aus. Gerade die Derbyniederlagen wiegen schwer in den Köpfen der Anhänger. Aber auch die Zuschauerzahl nimmt von Spiel zu Spiel weiter ab. Gerade mal  5.500 Zuschauer wollten die Partie gegen ZweibrĂĽcken sehen. Das sind 2.000 weniger als bei der Eröffnung gegen Worms.

Woran liegt das? Natürlich hat die Derbyniederlage gegen die kleine Eintracht viele verschreckt. Gerade bei diesem Spiel hat der Fan einen Sieg erwartet. Aber genau diese Erwartungshaltung scheint, die noch junge Mannschaft, nicht zu verkraften. Das Heimspiel nach der Medienpeitsche war zum Scheitern verurteilt. Die Medien holten auch nach dem Spiel gegen Zweibrücken wieder zum Rundumschlag aus. Die WKT wollte die Medienwirksame Aktion gegen Rassismus und Intoleranz nicht 100% unterstützen. Ein „Scheiss Eintracht Frankfurt“ schalte durch das Rund am Bieberer Berg während die Spieler ein Transparent ausrollten und die Fans die symbolische Rote Karte in Luft streckten. Doch sind diese Rufe wirklich eine Ablehnung gegen Antisemitismus und Intoleranz? Ich erlaube mir zu sagen, NEIN, eine gesunde Abneigung gegen den Erzrivalen sollte noch erlaubt sein. Ich gehe sogar soweit, dass man sich mit der Konzentration auf die politischen Dinge rund um das Derby den Spielspaß versaut hat. Statt das sportliche in den Vordergrund zu stellen.

Um die Fans nicht gegen die Mannschaft aufzubringen und die Euphorie wieder zu beleben, wird ein Sieg gegen Homburg von Nöten sein. Der Winter naht und Offenbach und seine Kickers sind in den letzten Jahren gerne zu dieser Zeit in den sportlichen Winterschlaf verfallen.

Die Bilanz liest sich dennoch nicht schlecht. Man darf nicht vergessen, dass vieles noch nicht eingespielt ist. Die Mannschaft ist noch Jung und muss noch viel lernen. Sie sind ein komplett neu zusammen gewürfelter Haufen. Freilich dürfen solche Fehler wie am Samstag nicht oft passieren. Doch sind Platz 6 und 16 Punkte mehr, als man erwarten durfte. Dass die Jungs auch guten Fussball spielen können haben sie bewiesen.

Wo geht die Reise hin?

Die Spitzenplätze sind erst einmal in weite Ferne gerückt.

Großasbach, wo die Kickers 3 Punkte entführen konnten, liegt mit 22 Punkten klar vor den Kickers. Mainz II und Eintracht Trier mit 21 Punkten ebenso. Die Saison ist noch nicht gelaufen 24 Spiele liegen noch vor den Kickers. Doch für die Spitzenposition fehlt es dem Kader an der Breite. Es wird viel Arbeit nötig sein um eventuell nochmal oben mitspielen zu können. Die Angst vieler Fans vor der Runde in Abstiegskampf zu versinken, kann man wohl nicht mehr vernehmen. Sind die neuen Kickers doch eher zu stark um in diese Regionen abzurutschen. Doch klar ist auch, Mittelfeld kommt in Offenbach nicht gut an, auch nicht in der Regionalliga. Für gute Zuschauerzahlen, müssen also Punkte her. Ziel sollte auch sein, so schnell wie möglich aus dieser Liga rauszukommen, je länger das dauert, desto schwieriger wird dieses Vorhaben. Beachtet man zudem die schwierige Finanzielle Situation bei den Kickers, wird dieses Vorhaben nochmals erschwert. Hier wird es wichtig den Verein wieder zu einen, ein „Zusamme schaffe mers“ wird hier wohl mehr erfolge bringen, als die Zerfleischung in allen Bereichen.

Jetzt heißt es weiter unterstützen. Der Kader ist eben Dünn besetzt und Ausfälle von Schwarz und Bäcker wiegen schwer. Pfiffe und fernbleiben sind jetzt nicht die Lösung. Natürlich liegt die Lösung auf den Platz. Die Kickers haben es in der Hand. Machen sie weiter wie am Anfang der Saison und bringen Spielfreude und Kampf zurück in Ihr Spiel werden auch die Zuschauer so manche Niederlage verzeihen.

Dass die Fans Niederlagen verzeihen können zeigte Mannheim und Baunatal. Dafür muss aber auch der Wille und Kampf zu sehen sein. Dann wird auch wieder der gemeine Fan seine volle Hingabe den Kickers widmen.

In diesem Sinne – Nur der OFC

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