StadionlĂĽge - ein Schritt in die bessere Zukunft?
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07.11.13 | Stadion | 0 Kommentare

StadionlĂĽge - ein Schritt in die bessere Zukunft?

Luftaufnahme des neuen Stadions in Offenbach

Quelle: Stadionbetreiber.de

Der Stadionbau-Frust sitzt tief. Zu mindestens bei mir. Warum? Diese Frage möchte ich euch gerne beantworten. Herzlich Willkommen in meiner 3-teiligen Serie zum Thema Stadionbau bzw. dessen Ergebnis in Offenbach. Es ist also mein Fazit, nach gut einem Jahr im neuen Stadion. Die erste Saison im fertiggestellten Stadion am Bieberer Berg führte bekannter weise in Liga 4 statt zurück in das Unterhaus der Bundesliga.

Die Frage ob der Neubau notwendig war oder nicht möchte ich gar nicht mehr aufgreifen. Es macht kein Sinn mehr darüber zu reden oder zu schreiben. Es macht aber Sinn die Fehler des neuen Stadions anzusprechen und hier Verbesserungen zu schaffen um diesem neuen Ding endlich ein Hauch von Zuhause einzuimpfen.

Eine bessere Zukunft

Warum Frust? Diese Frage musste ich schon des Öfteren beantworten. Gerade im Bekanntenkreis oder bei Kollegen, die das Stadion nur mal im vorbeifahren gesehen haben oder nur einmal da waren (bei Pokalspielen). Dieser Personenkreis schaut mich immer wieder entgeistert an, wenn ich meine Meinung zum neuen Stadion äußere. Es gibt aber auch welche, die das neue Stadion als schön erachten. Ich kenne aber auch Personen, welche nach langer Zeit der Abwesenheit im alten Stadion, dann doch mal kamen um sich das neue anzuschauen und danach sehr enttäuscht nach Hause gingen. Die Stimmung sei eine andere. Alles so Grau und ohne Flair. Aber braucht ein Stadion überhaupt Flair? Muss es nicht nur einfach seinen Zweck erfüllen? Warum überhaupt aufregen, es war doch so schön billig und es sieht doch wahrlich nicht aus wie Paderborn oder Ingolstadt. Und wenn, die spielen doch damit in 2. Liga.

Lasst euch gesagt sein, es ist mehr als nur ein Stadion. Für den Dauerkartenbesitzer oder Dauerbesucher Fan ist es ein zweites Zuhause. Hier trifft man Freunde und Bekannte. Man trinkt ein Bier und isst (wenn sie schmeckt) eine Bratwurst. Ein graues Zuhause macht kein Spaß. Reihenhäuser fand ich schon immer langweilig, sie sind eben Einheitsbrei, aber wenn man sich nichts anderes leisten kann, dann nimmt man eben auch das. Man sollte es aber individualisieren. Angefangen bei der Farbe bis hin zum Namensschild an der Klingel.

Stadion am Bieberer Berg in Offenbach

Quelle: offenbach.de

Diejenigen, die das anders sehen entgegnen mir immer wieder, dass das neue Stadion super aussehe. Tolle Stimmung herrscht. Es endlich was her macht. Auf meine Gegenfrage, warum sie dann nicht öfter vor Ort sind, bekommt man als Antwort, dass die Preise nicht stimmen oder man keine Zeit hat, ausreden gibt es zuhauf.

Hat man wirklich geglaubt, dass man ein neues Stadion baut, ohne die Preise anpassen zu müssen? Ein Hausbau kostet auch mehr als nur die monatliche Kaltmiete. Die Legende vom ach so tollen Standortvorteil durch die geringe Miete von 450.000 € pro Saison, ist ja bereits widerlegt. 525.000 Euro plus Nebenkosten kostete die Kickers dieses Stadion vergangene Saison. In Liga 4 und durch die Insolvenz, konnte man diesen Wettbewerbsnachteil endlich korrigieren, aber die jetzigen 200.000 € sind für einen Verein in der Insolvenz dennoch schwer zu stemmen.

Leider ist die Preispolitik derzeit nicht gerade angepasst, an die jetzige Situation. 13,20 € für Block 2 Vollzahler ist für 4. Liga Verhältnisse einfach nicht gerechtfertigt. Ich Zahl sie aber gerne, damit ich meinen Kickers helfe! Ich kann aber jeden verstehen, der sagt, dass er 4. Liga Fußball nicht bei solch einer Summe jedes Wochenende bestaunen möchte.

Parkplatzsituation und Beleuchtung der FuĂźwege

Aber was mich wirklich stört sind ganz andere Punkte. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht wo ich anfangen soll. Am besten bei der Parkplatzsituation. Hier wurde ja bereits teilweise Abhilfe geschaffen. Einen Parkplatz findet man immer am Stadion. Kein Problem. Am Ende der Ausbaustrecke der B448 ist genug Platz. Auch eine Fußgänger-Ampel wurde endlich installiert (noch ist sie nicht im Betrieb) und der Fußweg verbreitert. Eine Beleuchtung bei Dunkelheit fehlt aber leider völlig - Richtung S-Bahn (am Aussichtsturm vorbei). Hier ist in meinen Augen dringend Nachholbedarf! Gerade der Weg Richtung Aussichtsturm ist Stockdüster und ohne Taschenlampe hat man auch ganz schnell mal nasse Füße.

Catering rund um das Stadion

Bier und Getränke bekommt man reichlich rund um das Stadion. Und auch verhältnismäßig günstig. Dank der vom Fanmuseum eingerichteten Anlaufstelle am Wienerring, gibt es nicht nur leckere Käsewürste, sondern auch gutes Bier zu richtig guten Preisen! Ein „Muss“ für jeden Fan.

Im Gegensatz zum Catering im Stadion, kann man hier mit anderen Fans auch mal quatschen und seine warme (!) Wurst genieĂźen und diese sich auch leisten.

Im Stadion, sind die Wartezeiten zwar mittlerweile wesentlich besser geworden, aber das liegt auch am geringeren Andrang an den Ständen. Die Preise sind in meinen Augen auch völlig überzogen und die Wurst schmeckt, genau wie früher, auch nicht.

Schmerzlich vermisst werden die Fischbude oder die Grillbuden hinter der WKT. Das Fachsimpeln mit Freunden ist ein anderes Thema.

Immerhin haben wir unter der WKT den Fancontainer zurück und auch Bierbänke. Wirklich wohl fühlt man sich trotzdem nicht. Ich gehe ungern früh ins Stadion und bleibe ungern länger. Im alten kam das sehr oft vor. Heute leider nicht mehr. Was auch am nächsten Thema liegt. Die Sektorentrennung.

Sektorentrennung

Diesen Punkt möchte ich dann auch gleich aufgreifen. Im alten Stadion hatte man hinter der Haupttribüne seinen Anlaufpunkt. Man ging dort auf das Stadiongelände und lief Richtung Waldemar-Klein-Tribüne. Vorbei an allen Bekannten und hatte immer eine Unterhaltung bei einem Bier und einer Wurst. Auch die Stadionkneipe war super! Nun, dass ist vorbei. Trotz anders lauteten Versprechen, es gebe nur bei Sicherheitsspielen mit hohem Risiko Sektorentrennung, ist man nach dem Bau schlauer. Bei jedem Spiel sind die Sektoren geschlossen, obwohl es machbar wäre diese zu öffnen. Sogar zum Eröffnungsspiel gegen Leverkusen, waren die Tore bis zur Halbzeit geschlossen!

Luftaufnahme des alten Stadions in Offenbach

Quelle: op-online.de

Das Argument, man müsse die Aufgänge dann extra bewachen greift in meinen Augen nicht. Denn bei den Sitztribünen wird so oder so Kontrolliert und hinter der WKT nur bei Block 2. Jemand der Sitzplatz bezahlt hat wird wohl nicht stehen wollen. Zu mindestens die Sektorentrennung zwischen Henniger und WKT könnte damit aufgehoben werden. Probleme gibt es hier eher bei der West, wegen der Gäste (wenn mal welche vor Ort sind).

Im nächsten Blogbeitrag zur Reihe Stadion-Neubau findet ihr meine Meinung zum Optischen und der Problematik Pufferblock. Gerne könnt ihr ein Kommentar hinterlassen.

Hier geht es zum zweiten Teil der Serien - Teil 2

An dieser Stelle noch ein kleines Video von einem OFC-Fan. Viel SpaĂź beim in Erinnerung schwelgen.

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