Kommentar - OFC verhindert vorerst die Insolvenz
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12.12.13 | 1901 e.V. | 0 Kommentare

Kommentar - OFC verhindert vorerst die Insolvenz

Der Verein hat sich erst einmal über den Winter gerettet. Die Charity Veranstaltung „Kichern für die Kickers“ war mit 2100 Besuchern ein voller Erfolg für den Verein Kickers Offenbach. Egal ob GmbH oder Verein. Die Fans können sich sicher sein, dass die Erlöse aus der Veranstaltung zu mindestens nicht in eine mögliche Insolvenzmasse des e.V. fließen. Diese gehen nämlich zweckgebunden an die Jugendabteilung der Kickers.

Die Kickers Fans haben so langsam aber das Zittern leid und auch die Aussage unseres Präsidenten, dass eine Insolvenz des e.V. die erste Mannschaft nicht trifft, ist so nicht 100% richtig. Sicherlich war diese Aussage nur zur Beruhigung der Massen. Doch ich möchte aufklären. Wenn der e.V. bis zum Ende der Runde in die Insolvenz geht, dann ist auch dieser Schuldenfrei. Allerdings muss die Insolvenz bis zum 30.6 abgewickelt sein. Dann steigt die höchstspielende Herrenmannschaft des e.V. ab. Das wäre die 2. Mannschaft bzw. U23 der Kickers. Da diese derzeit eher im Tabellenkeller zu finden ist und aufgrund der schlechten Finanzen, nicht mit der Konkurrenz in der Hessenliga mithalten kann, ist ein Abstieg aus sportlicher Sicht durchaus denkbar. Man könnte also den Abstieg durch den Lizenzentzug bzw. der Insolvenz durchaus vertreten.

Insolvenz des e.V. kann auch zur Gefahr werden

Wenn das Verfahren allerdings mangels Masse eingestellt wird, dann hat auch die GmbH ein Problem. Dann nämlich, wird der Verein aus dem Register gelöscht und auch die GmbH aufgelöst. Der OFC von 1901 wäre damit Geschichte und müsste neu gegründet werden.

Dieses Szenario ist für alle Kickers Anhänger der schlimmste anzunehmende Fall. Jeder würde mit allermacht versuchen genau das zu verhindern.

Fraglich finde ich aber die Einstellung zur Insolvenz, sollte man nicht als Unternehmer und NutznieĂźer solcher Sponsoren nicht gewillt sein, seine Schulden auch zu begleichen?

Wenn man sich die Liste der Schuldner anschaut, dann kann man bei dem ein oder anderen durchaus der Meinung sein, dass er es vielleicht verdient hätte. Großes Vertrauen genießt der OFC und seine GmbH dann aber nicht mehr und es wird in Zukunft zunehmend schwieriger neue Sponsoren bzw. Kreditgeber zu finden.

Den Bock zum Gärtner machen?

Erschreckend ist allerdings die Tatsache, dass der „Totengräber“ und alte Geschäftsführer nun als Held und Retter des e.V. gepriesen wird. Mag sein, dass er so großzügig war und Schulden übernommen hat und somit an der Rettung beteiligt war. Es gibt allerdings Quellen die behaupten, dass er so oder so für diese Schulden privat haftete und somit am Ende egal ist, wie die Schulden bezahlt werden. Allen beteiligten muss klar sein, dass es nur wenige Personen gibt, denen der Verein und die GmbH diese Misere zu verdanken habt.

Durch die Fehler in der Ausgliederung kam es ja erst zur Nachranghaftung durch den e.V. Die Kickers haben kein Tafelsilber mehr, da alles verkauft wurde. Erlöse aus der Zukunft wurden Jahr für Jahr mit anderen Mitteln vorgezogen um an frisches Geld zu kommen und somit den super Gau zu verhindern. Ich behaupte sogar, dass der OFC die Jahre vor der Insolvenz des Öfteren die Lizenz erschlichen hat. In der letztjährigen aber mit Sicherheit.

Nachtrag 13.12.2013

Und täglich grüßt das Murmeltier

Heute Morgen wollte ich eigentlich nur schauen, was die Community so zum Thema Kalt sagt. Doch was ich dann sah und las, verschlug mir doch glatt die Sprache und bringt mich ehrlich gesagt auf die Palme. So provokativ die Fragen der Bild auch waren, sie treffen den Nagel teils auf den Punkt.

Deshalb möchte ich zu jedem Seine Antworten gerne meine Meinung dazu sagen…

Er hat das Finanz-Chaos beim insolventen Viertligisten Kickers Offenbach zu verantworten. Jetzt rettet ausgerechnet der ehemalige Geschäftsführer Thomas Kalt (52) den Verein vor der Insolvenz. Kalt übernahm ein 150000 Euro Darlehn des Ex-Managers Klaus Gerster, das der dem Verein gewährt hatte.

BILD: Herr Kalt, schechtes Gewissen? Oder hängt ihr Herz noch an den Kickers?

Kalt: Ich habe ein sehr gutes Gespräch mit dem neuen Präsidenten Claus Lauprecht und Vize Peter Roth. Es ging darum, die drohende Insolvenz des e.V. abzuwenden. Dazu habe ich einen Beitrag geleistet. Das hatte nichts mit schlechtem Gewissen zu tun.

Blog Zwo:

Schade eigentlich, ein schlechtes Gewissen wäre langsam mal angebracht. Schließlich sind wir jetzt nur wegen der, in der Vergangenheit passierten Fehler, jetzt in der Regionalliga.

BILD: Was sagen Sie zur Entwicklung in den letzten 18 Monaten? War das alles nötig?

Kalt: Nein, das war absolut unnötig. Die Situation war natürlich sehr schwierig. Sie wurde aber durch die Art der Vorgehensweise an allen Fronten zusätzlich verschärft. Mit mehr Branchenkenntnis und Sensibilität hätte man das alles verhindern können.

Blog Zwo:

Aha. Der Insolvenzverwalter und die Wirtschaftsprüfer lügen und sind fälschlicherweise anderer Meinung? Der DFB hat uns also völlig zu Unrecht letzte Saison Punkte abgezogen und die Lizenzunterlagen waren eigentlich alle korrekt? Der Lizenzentzug war auch nur deshalb, weil sie uns nicht mehr haben wollten? Sicherlich hätte man das alles verhindern können, wenn man von Anfang an mit offenen und ehrlichen Karten gespielt hätte und vor allem rechtzeitig die Bremse gedrückt hätte.

BILD: Sie glauben also, dass die Kickers unter ihrer FĂĽhrung noch in der dritten Liga spielen wĂĽrden?

Kalt: Es geht nicht um die Führung. Aber natürlich bin ich davon überzeugt, dass es Wege und Möglichkeiten gab, den Verein in der dritten Liga zu halten.

Blog Zwo:

Wege gibt es immer, nur wie lange hätte das Bauwerk noch gehalten? Wenn man genau so weitergemacht hätte und irgendwann der Knall gekommen wäre, würde der OFC 1901 e.V. jetzt in den Geschichtsbüchern stehen und der OFC von 2013 in Kreisliga C Offenbach spielen!

BILD: Viele geben ihnen die Schuld an der Misere, den 9,3 Millionen Schulden und der anschlieĂźenden Insolvenz. Was haben Sie falsch gemacht? Wie konnte es soweit kommen?

Kalt: Es liegt nun an mir aufzuzeigen und zu beweisen, dass es eben keine 9,3 Millionen Schulden gab. Genau in diesem Prozess befinde ich mich gerade. Ich bin davon ĂĽberzeugt, dass mir das auch gelingen wird.

Blog Zwo:

Na dann. Ich bin gespannt, was wir erwarten dürfen. Den einzigen Personen, denen man an dieser Stelle glauben sollte, ist die Staatsanwaltschaft, welche hoffentlich bald Fakten auf den Tisch legt. Es ist egal, wie die 9,3 oder 17 Millionen Euro Schulden zustanden kamen, sie sind aber nun mal da und sie lassen sich eventuell schönrechnen, aber nicht wegrechnen.

BILD: Durch dubiose Verträge hatten Sie alle Rechte verkauft. Zum Beispiel mit dem Rechteverwerter Sportsmen, der auch Geld bekam, wenn er nicht an einem Vertrags-Abschluss beteiligt war.

Kalt: Erstens: Es gab nie einen dubiosen Vertrag. Die Verträge mit Sportsman waren absolut branchenüblich und beinhalteten nichts ungewöhnliches. Hätten wir die Vermarktung des Stadionnamens nicht an die Stadt abgegeben, wäre unsere Miete 500000 Euro pro Jahr teurer gewesen. Das Risiko war uns zu groß. Nicht die Cateringrechte, sondern nur die Beteiligung daran, wurden an den Stadionbetreiber für einen überschaubaren Zeitraum abgetreten, um die hohen Baunebenkosten aufzufangen. Was ist daran verwerflich? Der Bau war nun mal eine einmalige Sondersituation.

Blog Zwo:

Ach wie habe ich diese Aussagen und Phrasen vermisst. Branchenübliche Verträge? Ist die nicht funktionierende Ausgliederung der GmbH auch Branchenüblich? Sicherlich war es notwendig, den Stadionnamen zu vermarkten, aber wenn man dafür Provisionen im Jahr zahlen muss, nur damit man statt 500k nur 300k weitere Kosten hat, dann ist der Vertrag fast schon Vereinsschädigend! Hätte man den Stadionnahmen selbstvermarktet und das Geld einfach an die SBB weitergeleitet, dann hätte man vll. einige Kosten abfangen können. Das die Cateringrecht ähh Beteiligungen abgetreten und die Fanshop GmbH (zum Glück) gegründet wurden, lag nur daran, dass man sehr dringend Geld benötigt hat. Diese Abwärtsspirale wäre immer weiter gegangen und man hat immer wieder die Zukunft verkauft, um in der Gegenwart zu überleben!

BILD: Haben Sie sich selbst geschämt?

Kalt: Ich habe immer für den Verein gekämpft. Ausnahmslos. Ich habe sehr viel Geld und Zeit investiert und in schwierigsten Situationen die Kickers mit am Leben gehalten - und das über 12 Jahre. Natürlich wurden dabei auch Fehler gemacht. Ich kämpfe aber gegen unglaubliche Unterstellungen und nicht haltbare Beweise. Das ist sehr, sehr bitter und enttäuschend.

Blog Zwo:

Keiner spricht im das Herz für die Kickers ab. Wenn er immer Ehrlich gewesen wäre, dann hätte er auch heute noch ein Standing in Offenbach. Keiner wird im Vergessen, dass er den OFC Anfang des Jahrtausends gerettet hat. Sicherlich hat er viel privates Geld im Verein gehabt. Es wurden aber zu viele Fehler gemacht und das lag, wie er selbst sagt, an der Fehlenden Branchenkenntnis!

Reden ist Silber – Schweigen ist Gold!

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Klar ist erst einmal, die Insolvenz ist vom Tisch – vorerst. Das Problem allerdings nicht gelöst. Selbst wenn alle Gläubiger auf die Forderung bis 2015 verzichten, irgendwann stehen sie wieder auf der Matte und der OFC steht vor dem gleichen Problem ist jetzt. Mit einem Etat von 300k und Schulden von ca. 3 Mio. ist klar, dass da nicht viel mit Tilgung läuft. Es muss also schnellstmöglich dafür gesorgt werden, dass die GmbH ihren Verpflichtungen gegenüber des e.V. wieder nachkommt und diesen Unterstützt.

Auch wenn es die meisten Fans mittlerweile Leid sind und es nicht mehr hören können oder wollen. Der OFC braucht seine Fans. Und jeder kann ihn auf seine Weise unterstützen. Am besten geht es mit einer Mitgliedschaft, aber auch am Samstag und Sonntag. Jeder Verkauf auf dem Weihnachtsmarkt geht an den OFC.

Zusammen haben wir es schon einmal geschafft und wir können es auch wieder schaffen.

In diesem Sinne – NUR DER OFC!

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