Quo vadis OFC Kickers 1901 e.V.?
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30.04.14 | 1901 e.V. | 2 Kommentare

Quo vadis OFC Kickers 1901 e.V.?

Die Saison neigt sich dem Ende zu und erste positive Nachrichten erreichen den OFC Fan. Neben Fabian BÀcker, hat auch der solide spielende Schulte seinen Vertrag bis 2016 verlÀngert. Auch wenn Fabian in den letzten Spielen etwas neben der Spur war, ist dies ein wichtiges Signal an den OFC Fan und die Region. Der OFC ist trotz Viertklassigkeit immer noch ein wichtiger Standort.

OFC zu Gast in Koblenz 2013!

Quelle: TUX

Das Insolvenzverfahren geht ebenso zu Ende wie die Saison. Wie im Interview auf blogrotundweiss.de zu lesen, ist Herr Dr. Kleinschmidt trotz Beendigung der Insolvenz, drei weitere Jahre sozusagen der „Bewacher“ am Bieberer Berg. Schön zu lesen ist ebenfalls, dass er sich mit dem OFC identifizieren kann und weiterhin die Spiele besuchen möchte.

Doch wie geht es sportlich und finanziell weiter?. Wie sieht der Plan des PrĂ€sidiums aus? Wird in Zukunft die GmbH aufgelöst und alles unter dem e.V. wieder vereint? Oder werden fĂŒr neue Gelder gar Anteile der GmbH verĂ€ußert? All diese Spekulationen stehen im Raum.

NatĂŒrlich muss der OFC sich fĂŒr neue Sponsoren und Investoren öffnen, dabei sollte aber immer darauf geachtet werden, dass man nicht zum Spielball derjenigen wird, welche den OFC finanziell unterstĂŒtzen. Auch eine Art „AbhĂ€ngigkeit“ von Investoren muss verhindert werden.

Sicherlich ist der OFC gerade jetzt auf die finanzielle UnterstĂŒtzung angewiesen und braucht jeden Cent. Ich jedenfalls hoffe, dass hier ein gesundes Mittelmaß gefunden werden kann, denn ein Aufstieg sollte keine Gefahr fĂŒr die GmbH oder gar den Verein werden.

Wer bist du OFC?

SWOT Analyse der Offenbacher Kickers!

SWOT Analyse der Offenbacher Kickers!

Ich habe mir mal die MĂŒhe gemacht und eine SWOT-Analyse fĂŒr den OFC erstellt. Hier möchte ich die StĂ€rken und SchwĂ€chen des OFC (im gesamten) aus meiner Sicht erlĂ€utern und wie Chancen und Risiken, genutzt bzw abgewehrt werden können.

Die StÀrken

Sicherlich sieht man als Fan alles etwas Subjektiver. Ist man doch aus bestimmten GrĂŒnden Fan eines Vereins. Ich bin Fan der Offenbacher Kickers und differenziere nicht in GmbH oder Verein. Das Gesamtpaket muss stimmen, damit ich zufrieden bin. Sportlich bin ich trotz 4. Liga durchaus zufrieden. Die Mannschaft findet sich und es war von Anfang an klar, dass diese Saison verdammt schwer werden wird. Auch finanziell geht es dem OFC wieder besser, auch wenn es noch ein langer Weg sein wird.

Dauerkartenverkauf 2013/2014

In meinen Augen hat der OFC eine ganz besondere StÀrke. NÀmlich die Fans. Es ist einfach unglaublich, was die AnhÀnger der Kickers dieses Jahr geleistet haben. Egal ob OFC Fanfest zum Rundenauftakt auf dem Wilhelmsplatz, die Dauerkartenzahl, dem Weihnachtsmarkt oder die schier unglaubliche Anzahl an reisewilligen Kickersfans! Dieser Zusammenhalt, auch in schwierigen Zeiten, ist ein Trumpf den der OFC stÀrker fördern und nutzen sollte!

Wichtig ist mir auch, dass der OFC in der Region Rhein Main, als einziger Verein in der Arbeiterklasse heraussticht. Kein andere Verein in der nĂ€herenden Umgebung steht fĂŒr diesen Arbeiterfußball, wie der OFC es tut. Das sollte mehr in den Fokus gerĂŒckt und dadurch versucht werden, neue Fans zu gewinnen. Hier denke ich an Unternehmen wie MAN, GKN oder Opel.

Die SchwÀchen

Neues Stadion am Bieberer Berg

Wer StĂ€rken hat, der hat auch SchwĂ€chen. Die grĂ¶ĂŸte SchwĂ€che des OFC hat uns in die Viertklassigkeit gefĂŒhrt. Der „GrĂ¶ĂŸenwahn“, die TrĂ€umerei von Bundesliga und das Ausgeben von Geldern, welche man nicht hat. Egal ob es um teuer eingekaufte externe Spieler ging oder das Verkaufen von Rechten umso frische Gelder zu generieren. Beides hat den OFC in der Vergangenheit viel Geld gekostet und auch viel Vertrauen zerstört. Gerade junge Spieler haben sich dem OFC abgewandt, weil sie hier keine Chance fĂŒr ihre Profikarriere sahen.

Die Chancen

Die grĂ¶ĂŸte Chance sehe ich in der Förderung der eigenen Jugend. Diese jungen Talente mĂŒssen an den OFC gebunden werden und mit etwas GlĂŒck, kann man den ein oder anderen an einen Bundesliga Club verkaufen. Durch diese Erlöse finanziert sich ein Nachwuchsleistungszentrum. Auch das ausnutzen des kompletten Markenpotential ist in meinen Augen noch nicht ganz erreicht. Hier hat der OFC noch einige offene Baustellen. So ist Außenwerbung faktisch kaum vorhanden. Die grĂ¶ĂŸte Werbung betreibt der Fan in den sozialen Netzwerken. Um alte Fans oder Familienangehörige ins Stadion zu locken, könnten DK-Besitzer zukĂŒnftig auf eine Familienkarte (Partner + Kind 1 & 2) eine ErmĂ€ĂŸigung erhalten, um alle in der Familie an den OFC zu binden. Auch die RĂŒckkĂ€ufe oder die zurĂŒckfallenden Rechte sollten in Zukunft zu Gunsten des OFC genutzt werden und nicht um kurzfristige Etatlöscher zu schließen.

Die Risiken

Das grĂ¶ĂŸte Risiko das der OFC derzeit hat ist die Viertklassigkeit. Herr Dr. Kleinschmidt hat das richtig erkannt. Wenn der OFC es nicht schafft in 2 – 3 Jahren aus dieser Liga auszubrechen, dann wird es in Zukunft umso schwerer. Der Fanstamm wird den Kickers weiterhin die Treue halten, aber der Nachwuchs bleibt aus und die Zuschauerzahlen sinken. Dieser Kreislauf wirkt sich auch auf Sponsorenzahlungen aus. Es ist daher wichtig, alle KrĂ€fte zu mobilisieren und zu bĂŒndeln, um gemeinsam das Ziel 3. Liga zu erreichen. NatĂŒrlich ist hierbei auch das finanzielle Risiko des neuen Stadions zu betrachten. Ich glaubte schon nicht an den Standortvorteil in Liga 3. Eine Liga tiefer, könnte der Betonkasten unser Grab werden. Umso wichtiger ist es, dem OFC durch Talente wieder Identifikationsmerkmale zu geben und dadurch den Fan zum OFC zu locken.

Bundesligaluft am Bieberer Berg

Die Bundesliga nicht weit entfernt, das wissen die Zuschauer und auch die Sponsoren. Neben der Regionalliga sehe ich aber vor allem die Unstimmigkeiten als große Gefahr fĂŒr den OFC. MachtkĂ€mpfe und Intrigen hĂ€tte ich in solch einer schwierigen Phase des Vereins und dessen Tochter nicht erwartet. Deshalb hoffe ich auf ein gutes Ende fĂŒr den gesamten Verein und das dabei nicht aus den Augen verloren geht, weshalb man erst in eine solche Lage gekommen ist. Alleinherrscher sollten am Bieberer Berg ganz dĂŒnne Luft genießen mĂŒssen.

Wie man sieht, hat der OFC viel Potential. Sicherlich könnte man einige Punkte auch erweitern. Ich bestehe deshalb nicht auf die VollstĂ€ndigkeit, auch deshalb nicht, weil ich weder Interna kenne noch andere Informationen vorliegen habe. Ich hoffe aber, dass einige sich dort Oben Gedanken machen und damit den Weg ebnen fĂŒr eine Erfolgreiche Zukunft meiner Offenbacher Kickers!

In diesem Sinne – Nur der OFC!

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Kommentare ( 2 ) Gute Arbeit!Philipp schrieb am: 01.05.14 um 14:24Wie gewohnt ein professioneller und informativer Beitrag zu unserer Rot-Weißen Liebe.Treffende AnalyseMarkus Horn schrieb am: 01.05.14 um 14:24Der OFC hat ein Potential, von dem mancher Zweitligist nur trĂ€umen kann. Um dieses Potential auszuschöpfen, mĂŒssen die Reihen auf dem Bieberer Berg endlich geschlossen werden. Und natĂŒrlich muss weiterhin wirtschaftlich vernĂŒnftig gearbeitet werden. Wie David Fischer es kĂŒrzlich so schön formuliert hat: "Machbar ist, was bezahlbar ist". Das hat in dieser Spielzeit sehr gut funktioniert.

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