Gewalt bei Fu├čballspielen in Deutschland
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27.11.13 | Fussball Allgemein | 1 Kommentare

Gewalt bei Fu├čballspielen in Deutschland

Viele der Fu├čball Fans kennen dieses Problem. Die ├ľffentlichkeit denkt bei dieser Schlagzeile jedoch an die Fans, statt an die Ordnungsh├╝ter. Jeder Fu├čball Fan der seinen Lieblingsclub bereits bei Ausw├Ąrtsfahrten unterst├╝tzt hat, kennt das Problem jedenfalls zu gut.

Polizeigewalt bei Fu├čballspielen sind keine Seltenheit!

Quelle: augsburger-allgemeine.de

Da ist egal welchen Club man die Daumen dr├╝ckt. Als Mensch mit einem Trikot oder Schal ist man, Ausw├Ąrts in einer fremden Stadt, schnell ein sehr gewaltbereiter und schwer krimineller Fu├čball Fan. Das geht relativ schnell. Man muss nicht einmal was daf├╝r tun um mit der vollen Gewalt der deutschen Justiz und dessen Vollstreckungsbeamte in Ber├╝hrung zu kommen. Stadionverbote sind da schnell mal ausgesprochen und das alles nur, weil man eventuell eine ├ľffentliche Toilette besuchen wollte.

Ein normaler Leser wird sich jetzt vermutlich denken, dass ich wirres Zeug schreibe und die Gewaltt├Ąter allgew├Ąrtig sind. Ihm sei gesagt, dass die deutschen Stadien zu den Sichersten in Europa geh├Âren und die Zahl der Verhaftungen und Verletzten auf dem M├╝nchner Oktoberfest in 2 Wochen h├Âher sind, wie in einem Jahr Bundesliga Fu├čball.

Was oft nicht gesehen wird und in den Medien leider viel zu selten Beachtung findet, ist der Ursprung der Deeskalation. Nat├╝rlich gibt es in jedem Club Chaoten die immer wieder den ├ärger suchen. Richtige Hooligans jedoch findet man selten bei Fu├čballspielen. Sie treffen sich an abgelegenen Orten und haben ihren Ehrenkodex.

Ausw├Ąrts ist ein Abenteuer!

Pfefferspray als Spielzeug der ├ťberlegenheit

Quelle:Pfefferspray als Spielzeug der ├ťberlegenheit

F├╝r die Polizei sind alle Fu├čball Fans ÔÇ×VerbrecherÔÇť und man muss vor Ihnen immer auf der Hut sein. So zu mindestens f├╝hlt man sich, wenn man ├Âfters ausw├Ąrts dabei ist. Leider ist das Gegenteil der Fall. Mit den ├Âffentlichen Verkehrsmitteln, in fremden Farben, in einer fremden Stadt, ist viel gef├Ąhrlicher. Dabei geht die Gefahr selten von den Heimfans aus. Meistens sind es die Beamten in der Uniform, die in ihrer Anonymen Fassade f├╝r ├ärger sorgen. Der Kn├╝ppel und das Pfefferspray sind da schnell gez├╝ckt. Aus eigener Erfahrung kann ich leider sagen, dass der Erfolg vor Gericht nur sehr gering ist. Polizisten L├╝gen sich gegenseitig alles zu Recht und der Fu├čball Fan hat keine Chance.

Statt ├╝ber das Problem von Polizeigewalt gesprochen wird, fordert der Innenminister h├Ąrter Strafen f├╝r Randalierer und Chaoten. In meinen Augen sollte man eher daf├╝r sorgen, dass Beamte schnell identifiziert werden k├Ânnen. Erst in den vergangen Tagen konnte man wieder von Polizeigewalt lesen.

Polizeigewalt beim 5. Liga Spiel in Leipzig

Quelle: Polizeigewalt in Leipzig

In Leipzigs 5. Liga gehen Beamte der Beweissicherungseinheit brutal gegen Fu├čball Fans und Beobachter mit Handy Kamera vor. Dabei ist es erst k├╝rzlich von einem Gericht best├Ątigt worden, dass diese sich Filmen lassen m├╝ssen. Fu├čball Fans werden auch dauerbewacht. Nur selten kann sich der Ausw├Ąrtsfan frei bewegen und immer ist eine Kamera der Beamten in Sichtweite.



Polizeigewalt bekommt zu wenig Beachtung

Leider finden Videos mit Polizeigewalt viel zu selten die Aufmerksamkeit in der ├ľffentlichkeit. F├╝r die breite Masse ist der Fu├čball Fan immer nur ein hohler Randalierer und Bengalische Feuer ein Ausdruck dieser schweren Randale. Nat├╝rlich sind sie bei groben Fehlverhalten sehr gef├Ąhrlich und man kann von ihnen halten was man will. Die Tatsache, dass sie verboten sind reicht aus, um sie abzulehnen. Aber nur aus dem Grund, dass man seinen Club gro├čen Finanziellen Schaden zuf├╝gt.

Bengalos als Werbemittel in Offenbach

Bengalos als Werbemittel in Offenbach

Ende der 90er war es f├╝r die Offenbacher Kickers das Werbemittel Nr.1. Viele Menschen pilgerten zum Bieberer Berg nach Offenbach, nur um dieses besondere Feeling zu erleben. Wie die Medien heute diese Geschichten aufnehmen, ist in meinen Augen eine totale Sauerei! In D├╝sseldorf beim Relegationsspiel gegen die Berliner Hertha, hatte man das Gef├╝hl, als w├Ąre ein B├╝rgerkrieg ausgebrochen. So klang es zu mindestens nach Worten der Moderatoren.



Doppelmoral in der Medienwelt

Freude statt purer Gewalt und Angst

Freude statt purer Gewalt und Angst - Bundesliga Relegation 2012

Der gleiche Moderator hat beim Skispringen von einer fantastischen Kulisse und einer super Stimmung gesprochen, als ein Zuschauer ein Bengalisches Feuer gez├╝ndet hat. Auch beim zuschauen von Internationalen Spielen, wird diese Doppelmoral schnell ersichtlich. Der deutsche Fu├čball Fan ist der Randalierer und Chaot, f├╝r die Medien ist der Italiener oder T├╝rke ein fanatischer Fan, der seine Stimmung freien Lauf l├Ąsst.

Und genau dieses Medienbild pr├Ągt unsere Gesellschaft. Polizeigewalt wird runter gespielt. Irgendwer muss den Fu├čball Fans ja Einhalt gebieten. Man kann sie ja nicht frei rumlaufen lassen. Auch die freie Meinungs├Ąu├čerung ist bei Fu├čballspielen keine Selbstverst├Ąndlichkeit. Die Gewerkschaft der Polizei nimmt ihre Mitarbeiter immer wieder in Schutz und diese k├Ânnen mit dieser R├╝ckendeckung ihre Taten immer wieder ver├╝ben, ohne mit Konsequenzen rechnen zu m├╝ssen.

Man sollte immer wieder beachten, dass solche Situationen immer zwei Dinge erfordern. Eine Aktion und eine Reaktion. Leider treffe ich bei meinen Ausw├Ąrtsspielen nur selten auf lockere und nette Beamten. Diese geh├Âren dann schon zu den ├älteren. Die Jungen sind meistens die brutalen und r├╝cksichtslosen, die immer wieder ├ärger suchen. Nat├╝rlich gibt es auch hier Ausnahmen. Bei einem Ausw├Ąrtsspiel durfte ich genau diese beiden Sorten kennenlernen. Der ├ältere war super entspannt und sehr h├Âflich (Pinkeln gehen war erlaubt). Der J├╝ngere schlug einen anderen Fan direkt ins Gesicht, weil er den Zug nicht schnell genug verlassen hat! Als ich ihn daraufhin ansprach und auf die Grundrecht, welche er gerade missachtet hat, hinwies, drohte er mir mit Gewahrsam und Gewalt. Sein Kollege war cleverer und hielt ihn zur├╝ck.

K├Ąfighaltung von Fussballfans

K├Ąfighaltung schon beim Einlass!

Beim Ausw├Ąrtsspiel der Kickers in Darmstadt 2012 haben die Beamten die Fans hinter dem G├Ąsteblock auf einem Platz eingesperrt! Die Tore wurden verschlossen und man wurde wie Vieh gehalten. Die Masse dr├╝ckte und als ich dies am Zaun zum dortigen Beamten sagte, drohte man mir mit Gewahrsam und Stadionverbot, dabei habe ich nur auf Duisburg und das Schicksal der Loveparade Opfer hingewiesen. Nicht nur das man hier grob fahrl├Ąssig die Unversehrtheit der Personen in Gefahr gebracht hat, nein man hat ihnen das Recht auf freie Bewegung geraubt. Dabei gab es gar keinen Grund hierf├╝r! Abgesehen davon, dass das Spiel noch lief und viele einfach aus Frust nur noch nach Hause wollten!

Warum ich diesen Beitrag schreibe hat einen einfachen Grund. Erst am vergangenen Wochenende haben Dynamo Anh├Ąnger und Fans von Union Berlin wieder schmerzhafte Erfahrungen mit Ordnungsh├╝tern machen m├╝ssen. Die Eisernen reagierten auf dieses Fehlverhalten und kritisierten das Vorgehen der Polizei ├Âffentlich. Leider wird es auch diesmal unm├Âglich sein, die Identit├Ąt der Beamten festzustellen. Nicht wenige Fans fordern deshalb eine klare Kennzeichnung der Beamten in Form von Zahlen.

Kennzeichnungspflichtig w├╝rde vieles Verhindern

In den USA m├╝ssen die Polizisten Kameras mit sich f├╝hren, welche ihr handeln aufzeichnen. Die Beschwerde ├╝ber Polizeigewalt ist seitdem r├╝ckl├Ąufig. Ein klarer Erfolg f├╝r die Rechte der B├╝rger. Es gilt auch in Deutschland (unglaublich ÔÇô aber auch Fu├čball Fans sind Menschen) f├╝r alle Personen die Unschuldsvermutung.

Nat├╝rlich sind Polizisten notwendig um eine Eskalation bei Fu├čballspiel zu verhindern, wenn sie jedoch daf├╝r verantwortlich sind, dann l├Ąuft etwas falsch. Es gibt Beamte die dar├╝ber ein Buch geschrieben haben. In diesen B├╝chern geben sie offen zu, dass sie sich unter Fans gemischt haben und dann ├ärger suchten, damit es genau zu solchen Situationen kommt. Es gibt sicherlich nur wenige Beamte, aber es gibt sie.

Polizei st├╝rmt Schalker Fanblock!

Polizei st├╝rmt Schalker Fanblock!

Ich hoffe das langsam was passiert. Situationen wie die auf Schalke (in der CL) oder in jeder anderen Stadt bei Fu├čballspielen m├╝ssen verhindert werden. Mit einer Kennzeichnung der Beamten, w├╝rde ich behaupten, l├Ąsst sich so manche Polizeigewalt verhindern. Dazu noch eine Unabh├Ąngige Beh├Ârde, welche genau diese Dinge pr├╝ft. Ein Kollege der gegen seinen besten Freund oder Kollegen im Dienst ermitteln muss, wird nie die Dinge genau hinterfragen.

Das Gewaltproblem in deutschen Stadien ist kein gesellschaftliches, sondern ein polizeiliches!

Getrennt in den Farben ÔÇô in der Sache vereint.


In diesem Sinne ÔÇô Fu├čball Fans sind keine VERBRECHER!

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Kommentare ( 1 ) lesenswert! schrieb am: 18.03.14 um 12:07lesenswert!

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