ROI des Fußballs – Emotion und Geduld der SchlĂŒssel zum Erfolg
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22.11.13 | OFC GmbH | 0 Kommentare

ROI des Fußballs – Emotion und Geduld der SchlĂŒssel zum Erfolg

Fußball ist Leidenschaft, Emotion und eben auch Wirtschaft. NatĂŒrlich ist der Fußball professionalisiert worden. Mit der WM 2006 Deutschland erreichte er gar eine neue Stufe. Der Fan-Hype ging los. Die Bundesliga erfĂ€hrt einen nicht enden wollenden Boom. Die Stadien sind Woche fĂŒr Woche ausverkauft. Liga 2 und 3 Europaweit mit in der Spitzengruppe. Der Fußball wird hier gelebt und geliebt. Leider stieg auch der Anspruch an die Stadien und deren Sicherheitskonzepte. Man kann den DFB durchaus die Frage stellen, ob den einen oder anderen Verein nicht in die Misere getrieben hat, in der er jetzt steckt.

NatĂŒrlich sind die Vereine an ihrer Misswirtschaft selbst schuld. Es ist fast wahnsinnig, wenn man erfĂ€hrt was ein mittelmĂ€ĂŸig spielender Drittligaprofi im Monat kassiert. Es ist utopisch, dass die GrundgehĂ€lter steigen und die Bezahlung nach Leistung zurĂŒckgefahren wird. Doch ist es nicht so, dass im Sport immer nur der Erfolgreich ist, der am Ende mehr Spiele gewinnt? Geld schießt keine Tore, heißt es so schön. Das stimmt natĂŒrlich nur bedingt. Gute Kicker kosten eben, aber man sollte durchaus alles in einer Waage halten.

Einen ROI (Return on Investment) gibt es im Sport deshalb nicht wirklich. Aber ohne Investment geht es nicht. Das hat Hoeneß auch erkannt, seitdem er das Sparprogramm gestoppt hat, lĂ€uft es auch bei den Bayern. Die Borussia aus Dortmund konnte eine Pleite dagegen nur durch Sparmaßnahmen verhindern. Mein Verein die Offenbacher Kickers sind durch Misswirtschaft der letzten Jahre in die Viertklassigkeit abgerutscht.

Durch den Insolvenzverwalter, ist aber die Bescheidenheit auf den Bieberer Berg zurĂŒckgekehrt. Daran mĂŒssen sich auch die Offenbacher Fans erst wieder gewöhnen. Man war Jahre lang gewohnt, dass viel Geld ausgegeben wurde. Viele Investments haben sich nicht gelohnt, zu oft wollte man den sportlichen Erfolg erkaufen. Hat Spieler verpflichtet, die die Erwartungen nicht erfĂŒllen konnten. RĂŒckholaktionen die den gewĂŒnschten Effekt nicht auslösten und den OFC auf Jahre viel Geld gekostet haben. Alles nur aus dem Grund, dass die Sportliche Kompetenz fehlte. Sie fehlte auch in den 2. Liga Jahren und waren ein Hauptgrund fĂŒr den Abstieg. Die Einnahmen fehlen heute.

Das neue Stadion wurde gebaut und versetzt den OFC in einer Lage, von der viele Regionalisten nur trĂ€umen können, doch auch das ist kein Garant fĂŒr den Erfolg. Diesen muss man sich hart erarbeiten, mit Fleiß und viel Geduld. Die Fortuna, der FC Augsburg, Braunschweig oder der FSV aus Frankfurt sind Vorbilder, wie man es besser macht.

Viele Vereine haben es versucht und sind mit dem Leben auf Pump gescheitert. Der OFC ist deshalb gut beraten, nicht in Panik zu verfallen, nur weil es derzeit sportlich nicht lĂ€uft. Die GlĂ€ubiger wollen befriedigt werden. Blinder Aktionismus hat noch niemand weitergeholfen. Die Vergangenheit hat auch schon bewiesen, dass neue Trainer nicht immer den gewĂŒnschten Erfolg bringen. Mit Rico Schmitt hat man jetzt aber endlich jemand, der charakterlich perfekt zum OFC passt. Das dies natĂŒrlich nicht das einzige Kriterium sein darf, steht wohl außer Frage. Man sollte den Mann aber mal arbeiten lassen. Man darf nicht vergessen, dass er letzte Saison ein Team ĂŒbernahm, welches nicht von Ihm zusammen gestellt wurde. Er schaffte den sportlichen Klassenerhalt, um nach dem Lizenzentzug eine Mannschaft in kĂŒrzester Zeit unter brutalen UmstĂ€nden zusammenzustellen. Auch jetzt sollte man deshalb Geduld beweisen.

Die viertklassige Regionalliga ist sicher kein Ort, an dem der OFC sich lĂ€nger einnisten sollte. ÜberlebensfĂ€hig ist man auf Dauer dort nicht. Mit der Infrastruktur gehört er jedenfalls definitiv in andere Gefilde.

Der Insolvenzverwalter sorgte zu mindestens auf Wirtschaftlicher Ebene wieder fĂŒr eine gewisse Vorsicht. Mit Bedacht investieren und nur das Ausgeben, was man einnimmt. Das Problem ist aber auch hier, dass ein sportlicher Leiter fehlt. In welcher Form auch immer, egal ob GeschĂ€ftsfĂŒhrer Sport oder Sportmanager. Der OFC braucht jemanden, der die langfristige Planung festlegt. Die Ziele vorgibt und danach handelt. Die AbhĂ€ngigkeit von Spielerberatern fĂŒhrt nur zu unkontrollierbaren Risiken. Auf dieses Thema bin ich allerdings, bereits in einem eigenen Beitrag eingegangen (Kompetenzvakuum am Bieberer Berg?). Die Schulden sind am Ende des Insolvenzverfahrens weg. Doch auch das Vertrauen bei Sponsoren muss man sich wieder hart erarbeiten. Das im Sport des Öfteren eher Irrrational gehandelt wird, ist durchaus bekannt. Man wird von Leidenschaft und Emotion geleitet. Gelingt es den Verantwortlichen die Waage zwischen allen Emotionen und Wirtschaftlichen Geschick zu finden, dann steht dem OFC auch wieder eine bessere Zukunft bevor. Neues Vertrauen in den Verein und seine sportliche Kompetenz gepaart mit Geduld, ist der SchlĂŒssel zum Erfolg.

Heute ist nicht alle Tage – wir kommen wieder - keiner Frage!

In diesem Sinne – Nur der OFC!

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